Geschichte

Die Anfänge
Heute hat die evang.-luth. Kirchengemeinde knapp 5000 Gemeindemitglieder. Dabei begann die Geschichte des evang. Glaubens erst im 19. Jahrhundert. Mit dem Aufblühen des Kurbetriebes kamen immer mehr evangelische Kurgäste, so dass Tölz 1850 zur "Sommerpredigerstation" wurde. 1880 wurde ein evangelisches "Bethaus" errichtet. Diese befand sich damals schon im heutigen Badeteil von Bad Tölz an der Schützenstraße, wo sich auch heute noch die evang. Johanneskirche befindet.
Von 1893-1922 wurde die Gemeinde von Reisepredigern mit Sitz in Bad Tölz betreut, die "nur noch" für den Isarwinkel und das Tegernseer Tal zuständig sind. 
Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Bad Tölz wurde 1922 gegründet. Der erste evang. Pfarrer mit Sitz in Bad Tölz war Martin Hebart.

Die Pfarrer von Bad Tölz
Auf Pfarrer Martin Hebart (1922-1946) folgten Ludwig Roth (1947-1954), Dr. Friedrich Wunsiedler (1954-1964), Friedrich Lettenmeyer (1964-1973), Klaus Krug (1974-1999), Michael Stein (1999-2006), Kathrin Wild (2006-2008), Pfarrerin Simona Hanselmann-Rudolph (2007-2011), Pia Werner (2008-2014) und seit 2015 Dr. Pfarrer Urs Espeel.
1994 wurde das evang. Dekanat Bad Tölz geboren. Seitdem ist Bad Tölz auch Dekanssitz. Erster Tölzer Dekan war Jürgen Wieber. Seit 2002 ist Martin Steinbach Dekan.
Das Pfarrerteam wird seit 1982 vom in Bad Heilbrunn ansässigen Pfarrer ergänzt (s.u.).
Seit 2008 gibt es für die vielen Kliniken in Bad Tölz eine halbe Klinikseelorgestelle.

 

Baugeschichte
Im kleinen Kirchlein von 1880 wurde es durch den anwachsenden Kurbetrieb bald zu eng, so dass 1926 eine Erweiterung und 1931 auch ein Pfarrhaus gebaut wurden. Durch die Ankunft der Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Gemeinde rasch auf über 3000 Seelen an.
1970 war eine gründliche Renovierung der Kirche notwendig. Dabei wurde direkt an die Kirche ein kleiner Gemeinderaum mit Küche und Sakristei und eine Mesnerwohnung angebaut. Zum 100. Kirchweihtag konnte 1980 das heutige Gemeindehaus am Schützenweg eingeweiht werden.
1995 erfolgte die Einweihung des Kindergartens Arche Noah mit einer Hausmeisterwohnung.
1998 wurde das Dekanshaus gebaut und an das Gemeindehaus ein zweites Gebäude angeschlossen. Neben einer Pfarrerwohnung beherbergt dieses Gebäude die Verwaltung der Kirchengemeinde und des Dekanates mit Büros für die Dekanatsjugend, die Kirchenmusik und die Diakonie.
Mit dem Einbruch der Kur und dem deutlichen Rückgang der Kirchenbesucher um 2000, kamen Pläne für einen großen Kirchenneubau zum erliegen.

Bad Heilbrunn
Auch nach Bad Heilbrunn kam der evang. Glaube durch den Kurbetriebrieb. 1921 hielt Dekan Harnisch aus Halle, damals selbst Kurgast, den ersten evang. Gottesdienst auf dem Lindenhügel am alten Kurpark.
In den folgenden Jahren wurden Gottesdienste während der Sommermonate zu einer festen Einrichtung. Gottesdiensträume waren zunächst ein Anbau der damaligen Wandelhalle und schließlich der große Speisesaal der Pension "Alpenhof". Seit 1930 wurde sogar ein eigener "Sommerprediger" für die Seelsorge an Kurgästen eingsetzt.
Mitten im Krieg 1939/40 wurde die Christuskirche neben dem Lindenhügel gebaut. 1967 wurde Pfarrer Hansjörg Lindner als 1. evang. Pfarrer in Bad Heilbrunn installiert. Neben der Kirche wude 1968 ein Pfarrhaus und ein Gemeindesaal errichtet.
Bad Heilbrunn war zunächst eine Filialkirche der Kirchengemeinde Wolfratshausen. 1982 wurde Bad Heilbrunn an die näher gelegene Kirchengemeinde Bad Tölz angegliedert. Eine selbstständige Kirchengemeinde war Bad Heilbrunn nie.
Auf Pfarrer Hansjörg Lindner folgte 1998 Pfarrer Johannes Löffler. Von 2002 bis 2009 war Pfarrer Eberhard Sperl ortsansässiger evang. Geistlicher. 2010 wurde als 4. Bad Heilbrunner Pfarrer Johannes Schultheiß installiert. Heute hat der Bad Tölzer Gemeindeteil Bad Heilbrunn ca. 500 Evangelische.


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